Lesung: Kaiserin Augusta
an Königin Elisabeth

10. Juni 2018

„Was für eine Erleichterung, mit offenem Herzen sprechen zu können…“
Lesung aus den Briefen der Kaiserin Augusta an Königin Elisabeth von Preußen.

Veranstalter: Freundeskreis der Burg Hohenzollern e.V.

• Sonntag, 10. Juni 2018, Burg Hohenzollern
• 11.00 Uhr: Sektempfang im Kutschenhof
• 11.30 Uhr: Beginn der Lesung in der evangelischen Christuskapelle
• 12.45 Uhr: Ende
• Preis: 15.00 € | 12.00 € für Freundeskreis-Mitglieder
• Ticket-VVK: Telefon 0151-61109015

*Das VVK-Ticket beinhaltet:
Parkplatzgebühr, Pendelbus-Gebühr, Burgeintritt, Sektempfang und Eintritt zur Lesung.

Zur Lesung:
Im Geheimen Staatsarchiv in Berlin lagern hunderte von Briefen der deutschen Kaiserin Augusta (1811-1890) an ihre Schwägerin Königin Elisabeth von Preußen (1801-1873). Klaus Aleker-Owens hat diese in den letzten Jahren transkribiert und aus dem Französischen übersetzt. Es zeigt sich in ihnen eine faszinierende Persönlichkeit, die ihr Herz ohne Einschränkung ausschüttet, egal, ob es sich um familiäre oder politische Ereignisse aus den Jahren 1829 bis 1873 handelt. Sehr offen spricht Augusta beispielsweise über die Beziehungen zur russischen Zarenfamilie, ihr angespanntes Verhältnis zu Bismarck, den Zustand ihrer Ehe mit Wilhelm I., die Besuche von und bei Königin Victoria von England oder die Schüchternheit der österreichischen Kaiserin Elisabeth („Sisi“). Augusta war eine Persönlichkeit, die zutiefst von den Pflichten und Aufgaben ihrer hohen Stellung durchdrungen war und ihr Leben lang versuchte, ihrem eigenen Anspruch an diese gerecht zu werden. Aus heutiger Sicht war sie zugleich eine überzeugte Pazifistin, die versuchte, die kriegerischen Auseinandersetzungen in ihrer Zeit zu verhindern bzw. die daraus erfolgten Leiden zu lindern. In ihrer Schwägerin und Vorgängerin als Königin von Preußen sah sie die einzige ihr im Rang gleichstehende Person und vertraute auf deren uneingeschränkte Geheimhaltung. Gerade aus diesem Grund sind die Briefe ausgesprochen authentisch.

Christine Paterok wird aus einer Auswahl von Briefen vorlesen, die Klaus Aleker-Owens näher erläutert und in einen breiteren Kontext stellt. Die bislang von der Forschung weitgehend unberücksichtigten Briefe, die 2019 in Buchform erscheinen sollen,  beleuchten zahlreiche neue Facetten in der Persönlichkeit der ersten deutschen Kaiserin.

Die 2017 mit Hilfe des Freundeskreises der Burg Hohenzollern restaurierte Christuskapelle  bietet hierfür ein ideales Ambiente, war Königin Elisabeth doch 1856 zur Grundsteinlegung des Altars anwesend, während die Kirche 1867 im Beisein Augustas eingeweiht wurde.